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Stephan Dill

Drawing, Painting • Born in Mainz • Studied at Universität der Künste, Berlin

Published  02/09/2019   |   Updated  23/01/2020

Liquid Perspective

LIQUID THOUGHTS, 2019 // STEPHAN DILL

Lassen wir uns nichts vormachen: Stephan Dills Malerei ist weder harmlos noch dekorativ.
Was uns in seinen jüngsten Papierarbeiten auf den ersten Blick als Leichtigkeit
entgegentreten kann – als spielerische, lebhafte oder farbenfrohe Geste – offenbart sich
kurz darauf als ästhetischer Hinterhalt. Spätestens, wenn die ersten Störmomente in der Read more

LIQUID THOUGHTS, 2019 // STEPHAN DILL

Lassen wir uns nichts vormachen: Stephan Dills Malerei ist weder harmlos noch dekorativ.
Was uns in seinen jüngsten Papierarbeiten auf den ersten Blick als Leichtigkeit
entgegentreten kann – als spielerische, lebhafte oder farbenfrohe Geste – offenbart sich
kurz darauf als ästhetischer Hinterhalt. Spätestens, wenn die ersten Störmomente in der
Bildbetrachtung einsetzen, wenn die Blickbewegung ins Straucheln gerät und die
oszillatorischen Mechanismen unserer Wahrnehmung sich offenbaren, müssen wir uns auf
die Suche nach anderen Kriterien zur Erschließung seiner Arbeiten begeben.
Kontextualisiert mit seinen großformatigen Ölmalereien des letzten Jahrzehnts, finden wir
Hinweise. Immer wieder praktiziert Dill eine Archäologie des eigenen Malprozesses. Was
sich uns Betrachtenden im fertigen Bild als schlüssiges Momentum präsentiert, ist immer
Resultat einer anhaltenden und geduldsamen Auseinandersetzung mit der Temporalität
seiner Malerei: ein Schichten und Abarbeiten, ein Auf- und Abtragen, ein Antrocknen,
Abschleifen, Übermalen, ein Freigeben und Rückerobern. Das Bild selbst, als materieller
Gegenstand, verdankt sich nicht zuletzt ebendiesen zeitlichen Produktionsprozessen.
Auch in den ‚Liquid Thoughts‘ erzwingt Stephan Dill, dass die Zeit sich auf vielfältige
Weise in seine Bilder einschreibt und dort lesbare Spuren hinterlässt. Die Bilder entfalten
ihre Wirkmacht, indem sie zu temporal verflüssigten Wahrnehmungs- und Denkräumen
werden. Sie spielen mit der Gegebenheit, dass unser Sehen wie auch unser Denken
selbst temporalen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Keinen Moment lang steht uns diese
Malerei vollständig vor Augen, sondern tritt erst nach und nach in Erscheinung: auch wir
müssen, wie der Maler, Zeit investieren. Unsere Augen vollziehen zwischen kurzweiligen
Fixationen permanent Suchbewegungen. Sie heften unsere Aufmerksamkeit an
Pinselstriche, Farbtropfen, -reste, -flächen und sammeln nach und nach Sinnesdaten, um
sich ein Bild zu machen – ein Bild aus Leerstellen, blinden Flecken und Aussprengungen,
aus Clustern, die aufbrechen und sich im Raum verteilen, aus stehengebliebenen Rändern
kraftvoller Pinselstriche und Auswaschungen.
Stephan Dills Malerei verstrickt uns in die Betrachtung. Sie lädt dazu ein, zwischen Nahund
Fernsicht zu changieren; sie konfrontiert mit ästhetischen Widersprüchen, die sich
nicht auflösen, sondern sich nur zeitlich austragen lassen.
Ken Yamamoto, Berlin 2019

Stephan Dill
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Junipar Sanction 2018 , oil on canvas 170/220 cm

Junipar Sanction 2018 , oil on canvas 170/220 cm

Untitled 2015, oil on canvas 200/230 cm

Untitled 2015, oil on canvas 200/230 cm

Untitled 2018, oil on canvas 220/340 cm

Untitled 2018, oil on canvas 220/340 cm

Liquid Perpective 2019, oil on canvas 170/200 cm

Liquid Perpective 2019, oil on canvas 170/200 cm

Confetti Riots4. 2016, oil on canvas 40/60 cm

Confetti Riots4. 2016, oil on canvas 40/60 cm

Untitled 2018, oil on canvas 50/ 60 cm

Untitled 2018, oil on canvas 50/ 60 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 19/31 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 19/31 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm


EXHIBITIONS

SOLO

2019

Über den Linden, zu Gast bei Vidal& Roth Berlin

2017

"Confetti Riots" Galerie Jens Walther, Berlin

2012

“the origin of a thought divided“ Galerie Metro, Berlin

GROUP

2018

"Ufer Open" Uferhallen, Berlin

2017

"TURNING POINT" Lage Egal und Galerie Jens Walther, Berlin

"Spectrum 2 / about paper, Galerie Eigenheim, Berlin

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