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Stephan Dill

Berlin

Drawing, Painting • Born in Mainz • Studied at Universität der Künste, Berlin

Published  02/09/2019   |   Updated  04/09/2019

Liquid Perspective

In meiner Arbeit verfolge ich einen sehr spielerischen Ansatz, bei dem ich zugleich darauf bedacht bin, die geltenden Spielregeln zu hinterfragen und zu versuchen, sie mit eigenen neuen Ideen zu verbinden.
Zunächst schaue ich mir die Verhältnisse im Raum an: Farbflecken, Spuren an der Wand und auf dem Atelierboden, Zwischenräume, blinde Flecken, Abdrücke, Schatten, daneben noch saubere Leinwände. So entsteht ein Gesamtbild mit einer...

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In meiner Arbeit verfolge ich einen sehr spielerischen Ansatz, bei dem ich zugleich darauf bedacht bin, die geltenden Spielregeln zu hinterfragen und zu versuchen, sie mit eigenen neuen Ideen zu verbinden.
Zunächst schaue ich mir die Verhältnisse im Raum an: Farbflecken, Spuren an der Wand und auf dem Atelierboden, Zwischenräume, blinde Flecken, Abdrücke, Schatten, daneben noch saubere Leinwände. So entsteht ein Gesamtbild mit einer eigenen Topographie und ich beginne, die Verhältnisse zu ordnen; ich fange an zu komponieren, zu spielen.
Ich möchte das Atelier, den Akt des Anmischens, des Auftragens und nicht zuletzt das dramaturgische Inszenieren der Farbe als Protagonistin auf der Leinwand zeigen, um Geschichten zu erzählen, zu zeigen – gerade wenn es eine Geschichte über die Farbe selbst ist.
Ich male also mit Farbe auf Leinwand, dort liegt der Ursprung, hier fängt die Reise an. Es geht um Beobachtung, um das Sehen und die Verbindung mit der Inspiration. Ich folge und durchwandere den Raum im Bild, folge Farbe und Fläche, baue Strukturen, lasse Entstandenes sich überlagern und von der Farbe zurückerobert werden, setze Wegmarken in der Komposition. In Teilen entferne ich noch nicht getrocknete Schichten, betreibe eine Archäologie meines eigenen Malprozesses und verwebe somit die Zeitebenen – die Zeitlinie im Malprozess löst sich auf und wird zu einem einzigen Moment im Bild.
Ich male das Bild, gebe ihm System und Balance, lote die Verbindung zwischen Farbe, Form und Komposition aus, lade es auf, denn genau darum geht es mir: wie sehr sich das Bild aufladen lässt. Mich interessiert ein dringliches Problem der Malerei. Kann der Farbauftrag sowohl etwas darstellen, als auch er selbst sein? Ich glaube ja. Meine Malerei ist Farbe und stellt Farbe dar. Auf meinen Leinwänden entwickle ich Motive, welche nicht nur auf den, dem Medium immanenten, Gegensätzen der Figuration und der Abstraktion fußen. Mir geht es um die Schnittstellen zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, um die Balance zwischen Andeutung und Genauigkeit, zwischen Zeigen und Auslassen. Ebendiese Ambivalenz ist für mich von äußerstem Interesse!
In den aktuelleren Arbeiten, verwende ich ergänzend irisierende Ölfarbe, also Farbe, die je nach Winkel des Lichteinfalls ihren Farbton, zum Beispiel von Orange nach Violett, von Grün zu Dunkelblau, ändert. Je nach Standpunkt und Blickwinkel des Betrachters im Raum, verändern sich die Farbe und somit der
Charakter, die Lichter, die Tiefen und Schatten des Bildes. Ich benutze diesen Effekt sehr sparsam und gezielt und generiere somit eine nicht minder spannende Verflechtung von Bild, Abbild und Reflexion innerhalb des Mediums Malerei.
Bei “Psychedelisch Beauty“ handelt es sich um eine fortlaufende Serie von Papierarbeiten. Hier verwende ich ein spezielles Vliesfaserpapier, das ich in Tusche und Pigmentbäder einweiche. Je nach Blatt, entscheide ich beim Austrocknungsprozess, ob und wo eine neue Schicht Farbe zugefügt wird, oder welche Bereiche ausgewaschen werden, um anschließend komplett zu trocknen und für den nächsten Arbeitsschritt bereit zu sein. Druckgraphische Techniken kommen zum Einsatz; Abbilder von Gegenständen, durch Materialdruckverfahren in das Papier gesaugt, bekommen einen neuen eigenständigen Charakter. Ähnlichkeiten zur Phototypie sind erkennbar und beabsichtigt. Die erneute Behandlung mit Pigment, Beize, Lack und Tusche, lässt das Blatt wachsen, ein beinahe organischer Prozess, der doch künstlich gesteuert wird. Das Papier nimmt die Farbe komplett in sich auf, verwandelt sich und wird schließlich vom Bildträger zum Bild, zur Malerei.
“Der Geheime Garten“ ist eine Serie von Papierarbeiten, die sich ausschließlich aus autobiographischen Fragmenten generiert. Wie es der Titel schon beschreibt, schöpfe ich aus meinem geheimen Garten: Photographien übermalter Leinwände, zerstörte Arbeiten, aber auch verkaufte und verschenkte Bilder, Zeichnungen, verworfene Skizzen,Texte, Ausstellungsansichten, Ateliersituationen und Ausstellungsorte. Mit alldem baue ich schwarz-weiß Collagen am Rechner, die oft zehn bis zwanzig, manchmal dreißig Ebenen haben, verwebe alles zu einer einzigen Bildebene und drucke das Bild aus. Dieser digitale Ausdruck ist nun gleichsam digitale, beliebig oft reproduzierbare Massenproduktion. Und genau jetzt fängt es an, für mich spannend zu werden! Ich übermale den Druck mit weißer und schwarzer Tusche, schneide Teile aus, unterfüttere und beklebe das Blatt mit schwarzem und weißem Passepartoutkarton, überzeichne, collagiere, mache Cutouts und kratze aus, bis auf diese Weise wieder ein Original entsteht, eine eigenständige, aus unzähligen Schichten verwobene Arbeit.
Der Weg über die digitale Massenproduktion, hin und zurück zum originalen Kunstwerk, interessiert mich. Was ist real, was ist und wann war etwas ein Original? Wie sind die Wege dorthin und von dort aus weiter und wohin führen Sie?

Stephan Dill
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Junipar Sanction 2018 , oil on canvas 170/220 cm

Junipar Sanction 2018 , oil on canvas 170/220 cm

Untitled 2015, oil on canvas 200/230 cm

Untitled 2015, oil on canvas 200/230 cm

Untitled 2018, oil on canvas 220/340 cm

Untitled 2018, oil on canvas 220/340 cm

Liquid Perpective 2019, oil on canvas 170/200 cm

Liquid Perpective 2019, oil on canvas 170/200 cm

Confetti Riots4. 2016, oil on canvas 40/60 cm

Confetti Riots4. 2016, oil on canvas 40/60 cm

Untitled 2018, oil on canvas 50/ 60 cm

Untitled 2018, oil on canvas 50/ 60 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 19/31 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 19/31 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2018, ink on Paper and collage 40/50 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm

Aus dem geheimen Garten 2017, ink on Paper, 80/100 cm


EXHIBITIONS

SOLO

2017

"Confetti Riots" Galerie Jens Walther, Berlin

2012

“the origin of a thought divided“ Galerie Metro, Berlin

GROUP

2018

"Ufer Open" Uferhallen, Berlin

2017

"TURNING POINT" Lage Egal und Galerie Jens Walther, Berlin

"Spectrum 2 / about paper, Galerie Eigenheim, Berlin

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