CAROLINE WEIHRAUCH
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copyright sergio assabbi
Berlin, Germany
CHRISTINE KRÄMER
Das Bild ist für mich eine Bühne, auf der unterschiedliche Akteure auftreten: Formen, Farben, Texturen, Linien - oft aus verschiedenen, eigentlich nicht kompatiblen malerischen Sprachen.
Ihre Koexistenz, als kleine, getrennte Farbwelten, spiegelt für mich das Vieldeutige, das Nicht-Integrierbare der Welt wider. Gerade in dieser Spannung verbirgt sich ein Potential.
Ich suche in diesem...
CHRISTINE KRÄMER
Das Bild ist für mich eine Bühne, auf der unterschiedliche Akteure auftreten: Formen, Farben, Texturen, Linien - oft aus verschiedenen, eigentlich nicht kompatiblen malerischen Sprachen.
Ihre Koexistenz, als kleine, getrennte Farbwelten, spiegelt für mich das Vieldeutige, das Nicht-Integrierbare der Welt wider. Gerade in dieser Spannung verbirgt sich ein Potential.
Ich suche in diesem Nebeneinander nach Verbindungen - durch Rhythmus, organische Assoziationen, formale Ähnlichkeiten, inhärente Spannungen - und vor allem durch Farbwirkung und die Spuren vergangener Bildzustände.
Farbe steht im Zentrum meines Arbeitens. Sie ist kein dekoratives Mittel, sondern ein existenzielles Ausdrucksinstrument.
Farbe „spricht" - aber jenseits des Sprachlichen. Sie trägt Atmosphären, Empfindungen, Erinnerungen. Sie überwindet Widersprüche, indem sie Melancholie, Verspieltheit, Abgrund, Schönheit, Einsamkeit, Bedrohung und Hoffnung miteinander kommunizieren lässt - eine bittersüße Mischung.
Ein entscheidendes Element meiner Malerei besteht in der Einbeziehung von Spuren vorausgegangener Überlegungen: Jeder Gedanke hinterlässt Materie auf dem Bild Durch Übermalungen entsteht eine Art Miniatur-Farbgebirge, in dem sich die Geschichte des Malprozesses einschreibt. Farbillusion und reale Farbmaterie durchdringen sich - Paradoxie als Form.
Der Malprozess ist für mich zentral. Er spiegelt innere Zustände, Lebensphasen. Oft beginne ich mit einem intuitiven Farbrausch oder der Übermalung eines alten Bildes. Dann folgt das Betrachten, das Ringen, die Ratlosigkeit. Das Bild wird beiseitegestellt - bis ein neuer Blick, ein Impuls, das Gefühl des Geführtwerdens kommt. Das ist das Wunder in der Malerei.
Schließlich gilt das Bild als fertig - und doch gibt es immer kleine Veränderungen. Dieser Ablauf wiederholt sich, wie ein Spiegel des Lebens: Euphorie, Krise, Bruch, Neubeginn.
Meine Bilder zeigen Harmonie und Unvereinbarkeit zugleich. Sie sollen auf nichts außerhalb ihrer selbst verweisen - und dennoch Bedeutung anbieten.
„Landscapes" schaffen paradox erscheinende Topografien - geistig betretbare Orte. Ein Farbfleck auf der Leinwand kann sowohl reines Farbereignis sein als auch eine Form, die Assoziationen weckt - etwa an eine tropische Landschaft. Die Bilder oszillieren zwischen Konkretem und Abstraktem, emotionaler Direktheit und begrifflicher Offenheit.
Ich verstehe Malerei als existenziellen, prozessorientierten Akt - sie zeigt keine Welt, sondern sie bildet eine Welt. Erfahrungsräume, in denen Denken, Fühlen und Wahrnehmen einander begegnen - offen, widersprüchlich, nicht vollständig erklärbar. Auch das Nicht-Verstehbare darf darin Platz haben.
What is it about your studio space that inspires you?
The energy.
What sounds, scents and sights do you encounter while in your studio?
Repetition.
What themes do you pursue?
Death, escape and, much more important, life, fulfilment and joy.
What advice has had the biggest impact on your career?
To try to understand.
If you could install your art absolutely anywhere, where would that be?
Centre Pompidou.
If you could only have one piece of art in your life, what would it be?
Nature.
If you weren´t an artist, what would you be doing?
I would be a philosopher.
What are your favourite places besides your studio?
In between.
2025
StadtStadl, Kempten
2023
StudioShow #2, with Sid Gastl, Berlin
2022
Perdu – Marienkirche, Müncheberg How to paint a code – Brotfabrik, Berlin
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2020
Grande Finale – Weissenseer Kabinet, Brotfabrik Galerie, Berlin 6 aus 181 – Galerie Oqbo, Berlin
2018
Ene, Mene, Muh..., Bar Babette, Berlin
2016
Galerie Oqbo Paperfile, Bildersaal Artothek, Munich
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Neuer Berliner Kunstverein, Artothek, Berlin
Sammlung der Berlinischen Galerie, Berlin
Sammlung des Max-Delbrück Zentrums, Berlin
Busche, Berlin | www.busche-kunst.com
Stipendium des Senates Berlin für Frauen
Kunstfond Bonn
Kunstfond Berlin
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