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“Magnetfelder und schwebende Vulkane”


Posted on May 27, 2017


“Magnetfelder und schwebende Vulkane”   |  News

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"Magnetfelder und schwebende Vulkane" | Mineralogische Sammlung des Institutes für Geowissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena | 10. 05. -24. 11. 2017

Kunst trifft Wissenschaft in der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bereits zum dritten Mal findet auf Initiative von Professor Lothar Viereck im Institut für Geowissenschaften eine Kunstausstellung statt. Ab dem 10. Mai 2017 werden Gemälde und Zeichnungen der Berliner Künstlerin Zuzanna Skiba im Sitzungsraum des Instituts zu sehen sein. Wie die bisherigen Ausstellungen weist auch diese einen direkten Bezug zur gastgebenden Institution auf, denn Skiba setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit intensiv mit der Erde auseinander. Ihre Werke tragen Titel wie „Vulkan schwebend“, „Vulkan schlafend“, „Blaue Welle“ und „Magnetfeld“. Dabei verwendet sie als gestalterische Mittel neben Ölfarbe, Acryl und Bleistift auch ein so ungewöhnliches Material wie Teer, in das sie wiederum hineinritzt und -zeichnet. Skibas Kunstwerke haben auch dadurch eine Beziehung zur Geographie, dass darin häufig ein Gestaltungsverfahren aus der Kartographie eingesetzt wird: Viele eng nebeneinander gesetzte kurze Striche erzeugen den Eindruck von Plastizität, sodass sich die Oberfläche zu wölben scheint. In der Kartographie werden diese sogenannten Schraffen traditionell verwendet, um Höhenunterschiede zu kennzeichnen. Zuzanna Skiba ist mit diesem Verfahren vertraut, da sie vor ihrem Kunststudium eine Ausbildung zur Kartographin gemacht hat. In ihrer Kunst gibt sie der Darstellungstechnik jedoch eine ganz neue Bedeutung. Statt realer Gebirgslandschaften zeigen ihre Bilder abstrakte Formationen, die in einer fließenden Bewegung ineinander übergehen und umeinander gewunden sind. Sie scheinen zu schweben und sich dynamisch in verschiedene Richtungen auszubreiten. „In Zuzanna Skibas Werk ist die Kartographie aufgehoben“, erklärt die Verena Krieger, Inhaberin des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der FSU, die bei der Vernissage eine Einführung in das Werk der Künstlerin geben wird. „Der kartographische Blick auf die Welt, die Vogelperspektive bleibt darin spürbar, aber die Formen verselbstständigen sich und erlangen eigenes Leben.“ Initiator Lothar Viereck freut sich, dass der Kontakt zur Künstlerin durch die Vermittlung der Kunsthistorikerin zustande gekommen ist: „Es weitet enorm den Horizont, wenn man sich auf die so ganz andere Perspektive der Kunst auf den eigenen Forschungsgegenstand einlässt.“ Er wünscht sich, dass die von ihm eingeführte Ausstellungsreihe fortgesetzt wird.
Die Vernissage findet am Mittwoch den 10 Mai um 11 Uhr im Mehrzwecksraum des Instituts für Geowissenschaften, Burgweg 11, statt und ist öffentlich.

http://www.kunstgeschichte.uni-jena.de/Aktuelles/Ausstellung+Zuzanna+Skiba_+Magnetfelder+_+schwebende+Vulkane.html +++ http://www.oscar-am-freitag.de/jena/beitraege-jena/kunstvoll-kartographiert-blaue-welle-und-schwebender-vulkan/