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Christiane Bergelt

Christiane Bergelt

Chorin/ Germany

Painting • Born in Marienberg • Studied at Chelsea College of Arts, UAL, London/ AdBK Nürnberg

Published  08/01/2018   |   Updated  11/10/2021

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Die Malerin ist eine Koloristin, deren Bilder eine fast synästhetische Sinnlichkeit ausstrahlen. Denn aus der Farbe heraus arbeiten, auf sie „hören“ und ihren differenzierten Intentionen folgen, bezieht ihre Konsistenz mit ein. Die Materialität der Farbe - weich, spröd, pastos, durchscheinend - prägt ebenso das Bild wie ihre Ausstrahlung selbst. Farbe wird zugleich Motiv und Inhalt, Thema und Objekt.

Die Farbe kann auf...

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Die Malerin ist eine Koloristin, deren Bilder eine fast synästhetische Sinnlichkeit ausstrahlen. Denn aus der Farbe heraus arbeiten, auf sie „hören“ und ihren differenzierten Intentionen folgen, bezieht ihre Konsistenz mit ein. Die Materialität der Farbe - weich, spröd, pastos, durchscheinend - prägt ebenso das Bild wie ihre Ausstrahlung selbst. Farbe wird zugleich Motiv und Inhalt, Thema und Objekt.

Die Farbe kann auf die ewige Frage nach der Form, welche sie annehmen muss um sichtbar zu werden, verschiedene Stadien des Antwortens erreichen. Aus ihrem Fluss, besser gesagt aus dem Auftragen oder Verreiben der Farbe, kann allmählich so etwas wie Gegenständlichkeit auftauchen, die zum Beispiel zu Variationen eines Torsos führen – torno, torni, torna. Oder das Sichtbare entfaltet sich im Bereich des sogenannten Ungegenständlichen, bis an die Grenzmarkierungen von Schrift, Zeichen, Figur und Geometrie heran und nicht selten darüber hinaus, tief in diese Zonen des scheinbar Bekannten hinein. Archaische Muster deuten sich an, verlieren und behaupten sich im untergründigen Changieren pulsierender Farbe und formgebender Linearität. Phantastisches und Profanes, Anorganisches und Geometrisches, Anthropomorphes und Amorphes, Schönklang und Dissonanz evozieren Bildwelten, die auf Leinwänden und oft auf unterschiedlichen Papieren ihren Widerhall finden.

Bereits die Entscheidung für diese oder jene Oberflächenbeschaffenheit eines Bildgrundes, könnte für die Richtung des zu Malenden entscheidend sein. Zum malerischen Impuls kann gleichfalls eine konkrete Situation, eine Person, das Naturstudium aber gleichfalls eine Stimmung, ein Gedicht oder ein Klang führen. Es kommt ein Arbeitsprozess in Gang, der den Zufall und die ästhetisch-formale Eigendynamik von Farbe und Form mit einbezieht, wie auch den gestaltenden Willen seitens der Malerin, der zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten zuhause zu sein scheint.
Das etwas skeptisch zu betrachtende Beschreiben dieses Prozesses, bei dem das Bild vorgibt, die metaphysische Oberhand zu haben und der Malerin auch schon mal die „Führung überlässt“, letztendlich aber das Bild sich aus dem Bild heraus entwirft, entfaltet hier seine suggestive Wirkung. Das Malen selbst ist kein energetisch aufgeladener, aggressiver oder kraftstrotzender Akt des ultimativ Existenziellen; obwohl gewiss auch mal die Farbe stark gestisch oder spontan gesetzt werden kann. Das Malen wirkt eher suchend und sich allmählich aus dem Malgrund herausbildend - fließend, stockend, schnell und langsam, flach und taktil, laut und still, präsent und flüchtig, figurativ und nonfigurativ - um im Moment des Belassens zu verbleiben, so wie es sich ergab und sich ergeben musste. Kairos, der günstige Augenblick einer Entscheidung hält sich nicht selten im Atelier der Künstlerin auf.

Armin Hauer
Kustos Sammlung Druckgrafik, Skulptur
BLMK Frankfurt (Oder)

Christiane Bergelt
hideout note, 2021, oil on paper, 250 x 218 cm

hideout note, 2021, oil on paper, 250 x 218 cm

Installation view

Installation view

cochenille grid, 2021, oil on paper, 31,5 x 27 cm

cochenille grid, 2021, oil on paper, 31,5 x 27 cm

torno, 2020, mixed media on paper, 52,5 x 48,5 cm

torno, 2020, mixed media on paper, 52,5 x 48,5 cm

Studio view 2021

Studio view 2021

frolic note, 2021, oil and spraypaint on paper, 24 x 18 cm

frolic note, 2021, oil and spraypaint on paper, 24 x 18 cm

Studio view 2021

Studio view 2021

fontana, 2014 - 2020, mixed media on paper and linen, 50 x 35 cm

fontana, 2014 - 2020, mixed media on paper and linen, 50 x 35 cm

torni, 2020, mixed media on paper, 50,5 x 48,5 cm

torni, 2020, mixed media on paper, 50,5 x 48,5 cm

Installation view 2021

Installation view 2021

tracksuit sunk, 2021, oil on paper, 62,5 x 54,5 cm

tracksuit sunk, 2021, oil on paper, 62,5 x 54,5 cm

What is it about your studio space that inspires you?

High ceiling, two, by now three walls I can paint on. I can work on at least three large formats at once. It's a clear, white space and with the apricot tinted base all around it's also precious and I like it very much I must say. The studio is located in a former professional school.

What sounds, scents and sights do you encounter while in your studio?

I do love the scent of oil colours and the mediums used to dilute them. I trace the lights passing through the room and across the rounded window reveals during the day. Outside I can see a tiny end of the lake nearby surrounded by garden colonies, auto services and a junkyard. Two windows facing treetops that mark the cemetery I go for walks to.

What is your favourite material to work with? How has your use of it evolved throughout your practice?

Oilpaint, paper and detours. Its odour. It's the most sensual to me. Besides its body, scent and consistencies it goes along with the trial and error work approach. Surprise me - yes! The speed of painting compared to the amount of time considering and reevaluating the decisions that have been made.

What themes do you pursue?

Work evolves in the spheres of experience, memory, bodies, language and the utter joy of exploring colour and shape. At its peak not knowing and lurking surprises take over.

What advice has had the biggest impact on your career?

Bei sich bleiben. I utterly cherish chats with friends and how unknown thoughts loom there about painting.

What are your favourite places besides your studio?

I love a good kitchen, preferably with a couple of mates eating, chatting for hours.


EXHIBITIONS

SOLO

2020

the hands delight to trace, Museum Gunzenhauser, Chemnitz

share a mess, BLMK, Packhof, Frankfurt/ Oder

GROUP

2021

Das ist der Regen. Der Regen regnet., A&O Kunsthalle, Leipzig,

2019

Drei Maler in Berlin, BERGELT FLIERL KUTZNER, Galerie Parterre, Berlin

2018

As I took her arm she stared through my face at the dark branches of the trees over my head...., curated by Michael Lawton, Yellow, Varese, Italy

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PUBLICATIONS

AWARDS

Schloss Wiepersdorf, Land Brandenburg

DAAD Grant Iceland

2017 Nachwuchsförderpreis Bildende Kunst, Land Brandenburg

EDUCATION (detailed)

2003-2009 Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

2006 Accademia di Belle Arti di Sassari

2009-2010 Chelsea College of Arts and Design, London

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