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Aneta Kajzer Main Profile Image

Jonas Brander

Aneta Kajzer

Berlin, Germany

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Drawing, Painting • Born in Katowice, Poland • Studied at Academy of Fine Arts Mainz, Germany
 7

Painting

The human mind and body in its ambiguous states, in their beauty and ugliness, is what I explore in the language of painting with sincerity and humour.
Without knowing what will happen, I start the intuitive process of moving the material (oilpaint, acrylic, gouache) on the canvas to build forms and fragments, reacting to each other. They often turn into heads, faces and body parts reflecting on a self, a feeling or an idea.
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The human mind and body in its ambiguous states, in their beauty and ugliness, is what I explore in the language of painting with sincerity and humour.
Without knowing what will happen, I start the intuitive process of moving the material (oilpaint, acrylic, gouache) on the canvas to build forms and fragments, reacting to each other. They often turn into heads, faces and body parts reflecting on a self, a feeling or an idea.

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Wenn Aneta Kajzer vor ihre Leinwände tritt, die teils erheblich größer sind als sie selbst, beginnt sie ohne gezieltes Vorhaben oder Thema. Ihre Figuren und Formen teilen sich ihr zunächst erst während des Entstehungsprozesses mit, worauf sie wiederum neue Antworten findet.

In diesem fortgesetzten Dialog mit der eigenen Bildfindung wechselt Aneta Kajzer zwischen planvollem und intuitivem Gestus. Immer ganz und gar Malerin, erzeugt sie sehr konfrontative Situationen zwischen Figuration und Abstraktion: Wie kann man zum Beispiel eine so aufgeladene, pathetische Farbe wie Preußischblau einsetzen, ohne das Klischee zu bedienen? Kann etwas Grobes wie ein breiter kräftiger Pinselstrich zu etwas Zartem werden wie einem Glimmen? Und sind zwei Punkte und ein gurkenförmiges Objekt schon ein Gesicht?

Aneta Kajzer versucht, Eindeutigkeiten zu zerschlagen und Ambivalenzen zuzulassen. Dabei heißt Ambivalenz hier nie Unentschlossenheit, im Gegenteil: Alles an Aneta Kajzers Bildern zeugt von einer großen Entschiedenheit, sogar vom mutwilligen Herbeiführen von Disharmonien und Unbehagen. „Manchmal“, sagt sie, „muss man es selbst lernen, das auszuhalten.“ Aushalten, Gegensätze und Unauflösbarkeit zu erzeugen und sie stehen zu lassen.

In ihrer Jugend geschult an Comics und Zeichentrick, weiß Aneta Kajzer, dass das Niedliche immer ganz nah am Grotesken ist, und dass das Abstoßende, Gruselige, auch schnell zu etwas Witzigem oder sogar Lächerlichen werden kann. Selbst ihre Farbwahl trifft sie anhand der Informationen, die der Farbe bereits innewohnen – und entwickelt intuitiv Strategien, wie man diese auflösen könnte. So findet man helle Hauttöne bei ihr eher in tierischen Darstellungen als bei menschlichen, und Rosa wird bei ihr zu einem „Fuck-you-Pink“, wie eine Künstlerkollegin kürzlich bemerkte.

Aneta Kajzer versteht sich als feministische Künstlerin, ohne dass sie in ihren Gemälden eine sichtbare, vordergründige Agenda verfolgen würde. Bereits an der Akademie fand sie sich mit anderen Künstlerinnen zu Kollektiven zusammen, veranstaltete Festivals und Ausstellungen in einem Projektraum und stellte jene Bedingungen her, die meistens als wünschenswert erachtet, aber im kreativen Bereich viel zu selten umgesetzt werden: Sei es, dezidiert auf weibliche Beteiligung wert zu legen, oder, Teilnehmer und Vortragende angemessen zu bezahlen.

Insofern kann man in ihre Bilder ein gesellschaftliches Anliegen hineinlesen: Diversität, Widersprüche, Unversöhnliches nebeneinander existieren zu lassen, und aus dieser Spannung heraus neue ästhetische oder gedankliche Funken zu schlagen.


Silke Hohmann

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Bran der

Photo: Jonas Bran der

Photo: Jonas Brander

Photo: Jonas Brander

I've got no brain baby, 2017, oil and acrylics on canvas, 160 x 145 cm / 62.99 x 57.09 inches

I've got no brain baby, 2017, oil and acrylics on canvas, 160 x 145 cm / 62.99 x 57.09 inches


EXHIBITIONS

SOLO

2018

Upcoming March 2018: Soloshow at Künstlerhaus Bethanien Berlin, Germany

2017

all my beautiful faces, LABOR Opelvillen Rüsselsheim

2016

MADE IN BALMORAL, »Made in Balmoral« / Exhibitionspace of Künstlerhaus Schloss Balmoral, Bad Ems, Germany

GROUP

2017

Strangers on a Train, with Filmclass of John Skoog, Kunsthalle Mainz

KAISER NERO, with Anna Nero at ShowMe Mainz, Germany

2016

this is a journey to..., Caos Art Gallery Venice, Italy

show all

AWARDS

2017, Winsor & Newton Scholarship Künstlerhaus Bethanien Berlin

EDUCATION (detailed)

2017, Graduation at Academy of Fine Arts Mainz, Germany / Studied under Prof. Anne Berning, Prof. Shannon Bool, Prof. John Skoog


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